das Gespräch

 

 

„Ach wisst ihr alter Mann, mein Herz ist es, welches so schmerzt“.
„Wieso? Seit ihr es nicht, bei dem man sagt ihr seit des Glückes Schmied, seit ihr nicht der, der lange wanderte und jetzt am Ziel.“
„ Ja guter alter Mann der bin ich. Wisst ihr ich habe einen Traum verfolgt, viele Jahre lang. Manchmal erwähnte ich mich dabei in den Glauben ihn zu haben, aber war es dann immer ein Versehen meinerseits. Doch jetzt nach langer, langer Zeit ist es mir geglückt. Vorbei die Träumereien, vorbei das Freuen auf die Nacht um ihm etwas nah zu sein, denn jetzt ist er endlich für immer mein.“
„Entschuldigt junger Herr, wer kann von sich schon behaupten einen Traum zu haben, ich selbst, als alter Mann, träume leider immer nur.“
Ich weiß, ich selbst glaubte nicht daran, doch müsst ihr mir glauben. Ich spüre es in jeder meiner Faser immer mehr. Es kribbelt ständig mein Bauch und doch ist es viel mehr. Mein Herz ist eins mit diesem Traum und sehe ich ihn nicht, zerreißt es mich.“
„Ich sehe es junger Herr in euren Augen, das Feuer brennt dort Lichterloh, selbst wenn ich es versuchen würde, ich kann nicht anders als euch zu glauben. Aber junger Herr, was betrübt euch dann, greift diesen Traum und haltet ihn fest, drückt ihn an euch und lasst ihn niemals los, ihr ….“
„Ich greife doch, so glaubet mir, ich streichle, liebkose, küsse und kümmere mich um ihn. Er ist ganz nah bei mir.“
„Wo ist dann….“
„Der Traum  hat Angst vor mir.“
„Wie meint ihr das mein Junger Herr. Seit ihr nicht dann auch des Traumes Traum.“
„Ich glaube, verzeiht, ich weiß, ich bin’s, denn so glücklich war er nie. Doch ist er sich dessen nicht bewusst. So groß ist seine Angst.“
„Verzeiht meine Gebärden, doch wie kann das sein. Ihr habt doch nicht…?“
„Ich habe alter Mann… ihm wehgetan. Mein Herz selbst war voller Furcht. Ich wollte ihn nicht verlieren und meine Angst steigerte sich in etwas hinein. Ich vermag es nicht zu erklären.“
„Ihr tatet ihm weh. Nun hat er Angst, ich versteh. Muss er die Angst denn….“
„Um Gottes Willen sprecht nicht aus, natürlich nicht. Mein Herz war schwach von der langen Jagd. Nun ist es stark und voller Mut. Nie im Leben würde ich es nochmals wagen, ihm weh zu tun. Ich möchte nicht das er zerbricht, denn somit zerbreche auch ich.“
„Dann kämpft mein Junger Herr, denn das Kämpfen ist SIE, so wie ich euch in die Augen sehe, garantiert wert. Ich selbst hatte nie einen Traum, so wie ihr. Zuviel Angst machte mein Herz nur schwer. Ich hätte ihn auch jagen sollen, doch trauere ich stattdessen nur guten Erinnerungen hinterher. Ich blickte nur zurück.“
„Hattet ihr denn die Chance für einen Traum?“
„Oh ja. Ich stand sogar vor ihm zum Greifen nah.“
„Was geschah?“
„Ich schaute mal wieder zurück und ergriff ihn nicht und heute bleibt mir nur das Träumen in der Nacht.“